Lauffeuer

Eine Klangaktion

Laienmusiker, Profis und die Netzwerkpartner von klangpol, dem regionalen Netzwerk für Neue
Musik, bringen an diesem Samstag die Innenstadt von Oldenburg zum Klingen und bilden
gemeinsam ein Lauffeuer.





Der Begriff "Lauffeuer" stammt
aus dem 17. Jahrhundert. Man
bezeichnete damit ursprünglich eine
Spur aus Schieß- oder Schwarzpulver,
die man zur Fernzündung einer
Sprengladung anzündete.
Daraus leitete sich die heutige
sprichwörtliche Übertragung ab:
Etwas, z.B. eine Nachricht oder ein
Gerücht, verbreitet sich wie ein
Lauffeuer, d.h. systematisch und
rasend schnell.

Für die formale Gestaltung unserer
Klangaktion im Rahmen von
‚Stadtklang’ Oldenburg wollen wir
uns diese Metapher zu eigen machen:
Von einem Anfangspunkt ausgehend
breitet sich Klang aus und erobert
sich in Windeseile einen weiten Raum.


In einem gemeinsamen Zug führt eine Blaskapelle das Publikum vom Staatstheater an den Rand
der Oldenburger Innenstadt, wo die unterschiedlichsten Musikformationen vom Kinderchor bis zum
Sinfonieorchester weiträumig verteilt Position bezogen haben. Die Kapelle schickt kurze Rufe,
Signale, klangliche ‚Funken’ in die Stadt, nacheinander antworten die Formationen, geben die
Signale weiter und setzen sich währenddessen in Bewegung durch die Strassen. Begegnen sich
zwei oder mehr Formationen, verdichten sich die Klangfunken, aus den kurzen Rufen wird ein
musikalisches Kontinuum, die Funken steigern sich klangmalerisch zum aufflackernden Feuer,
das wieder erlischt, wenn sich die Ensembles voneinander entfernen. Im grossen Finale treffen
sämtliche Gruppen vor dem Theater zusammen und entzünden gemeinsam einen klanglichen
Flächenbrand, in den schliesslich auch das Publikum mit einfachen musikalischen Aufgaben
mit einbezogen wird.

12. September 2009, 11.15-16.00 Uhr

Konzeption/Komposition/Künstlerische Leitung: Leo Dick / Annekatrin Klein
Im Auftrag von klangpol Oldenburg